Dezimierter Kader kann den Meister nicht ärgern
SG Dett/Bibergau - TSV Partenstein 36:27 (22:10)
14/03/2026
Im vorletzten Saisonspiel mussten unsere Damen beim Spitzenreiter aus Dettelbach/Bibergau antreten. Die Ausgangslage war dabei alles andere als ideal: Mehrere Leistungsträgerinnen konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht mit anreisen, sodass man mit einem stark dezimierten Kader gegen eine hochmotivierte Mannschaft antreten musste, die sich vor heimischem Publikum die Meisterschaft sichern wollte.
Von Beginn an übernahmen die Gastgeberinnen die Kontrolle über das Spiel und versuchten, dem Geschehen ihren Stempel aufzudrücken. Dies gelang ihnen auch früh: Nach wenigen Minuten lag unsere Mannschaft bereits mit 3:8 zurück. In der Anfangsphase tat sich unser Team schwer, ins Spiel zu finden. Viele technische Fehler, ungenaue Pässe und einfache Ballverluste luden die Spielerinnen der SG immer wieder zu schnellen Gegenstößen ein, die sie konsequent nutzten.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit fand unsere Mannschaft kaum zu ihrem Rhythmus. Während die SG Dettelbach/Bibergau ihr Tempospiel aufrechterhielt und die sich bietenden Chancen effektiv nutzte, fehlte es unseren Damen sowohl im Angriff als auch in der Defensive an der nötigen Stabilität. So wuchs der Rückstand kontinuierlich an und zur Halbzeit stand ein deutliches 22:10 auf der Anzeigetafel.
Nach der Pause nahm sich das Team vor, zumindest ein anderes Gesicht zu zeigen und den Rückstand nicht noch weiter anwachsen zu lassen. Unter dem Motto „Schadensbegrenzung“ starteten unsere Damen deutlich konzentrierter in die zweite Halbzeit – und das zeigte Wirkung. Das Angriffsspiel wurde nun deutlich flüssiger, die Ballverluste reduzierten sich und auch in der Abwehr arbeitete man engagierter zusammen.
Durch eine starke Phase gelang es unserer Mannschaft, den Rückstand zu verkürzen und zwischenzeitlich auf 24:16 heranzukommen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Leistung von Maike Lang, die einen echten Sahnetag erwischte und mit insgesamt zwölf Treffern maßgeblich dafür verantwortlich war, dass unser Team in der zweiten Halbzeit deutlich besser im Spiel blieb.
Doch die Gastgeberinnen ließen sich davon nicht mehr aus der Ruhe bringen. Immer wieder fanden sie Antworten auf die Aufholversuche und stellten den Abstand rechtzeitig wieder her. So gelang es unseren Damen trotz der Leistungssteigerung nicht mehr, die Partie wirklich spannend zu machen.
Am Ende steht eine 27:36-Niederlage auf der Anzeigetafel. Trotz des deutlichen Rückstands zur Pause kann unsere Mannschaft jedoch auf eine versöhnliche zweite Halbzeit zurückblicken, in der sie Moral bewies und das Spiel ausgeglichener gestalten konnte.
