| 2012-02-04 Herren I - DJK Waldbüttelbrunn 21:29 (7:14) |
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| Spielberichte Herren 2011/2012 | |||
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Waldbüttelbrunn gewinnt Handballderby gegen Partenstein Team von Manfred Wirth kassiert 21:29-Pleite gegen Waldbüttelbrunn
TSV Partenstein - DJK Waldbüttelbrunn 21:29 (7:14).
Im Lokalderby der Handball Landesliga Nordbayern gewann der Tabellenzweite DJK Waldbüttelbrunn beim TSV Partenstein mit 29:21. Damit bleiben die Waldbüttelbrunner Tabellenführer Landshut mit nur einem Punkt Abstand auf den Fersen. Partenstein bleibt nach der Heimniederlage in Mittelfeld auf Rang 7.
Lautstark hatten sie ihre Mannschaft während der Partie unterstützt. Doch als die Uhr abgelaufen war, verstummten die Anhänger des TSV Partenstein. Und Waldbüttelbrunn feierte auf dem Parkett. Mit acht Toren Vorsprung hatte der Tabellenzweite das Derby in der Frammersbacher Heuberghalle gewonnen.
Es war eine klare Angelegenheit. Das musste Partensteins Trainer Manfred Wirth zugeben: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Waldbüttelbrunn ist reifer und individuell besser." Gerade in der Anfangsviertelstunde tat sich Partenstein gegen die kompakte Deckung der Gäste schwer. Und Waldbüttelbrunns Keeper Matyas Varga, zuvor in Diensten Partensteins, parierte mehrfach glänzend. Und so dauerte es 17 Minuten, ehe Michael Diehl das erste Feldtor gelang. Da hatte sich Waldbüttelbrunn bereits einen Vorsprung erarbeitet - mit vier Toren binnen kurzer Zeit. Bis zur Pause zog der Favorit auf sieben Treffer davon. Besonders Norbert Sutka stach mit fünf Toren in der ersten Hälfte heraus.
Acht Tore lagen letztlich zwischen Partenstein und Waldbüttelbrunn. Auch im Hinspiel gab es beim 21:30 eine Lehrstunde für die Mannen von Manfred Wirth. Vor der Begegnung hatte der Coach gewarnt, eine erneute Lektion würden die Fans nicht hinnehmen. Er hatte sich wohl getäuscht. Als Hallensprecher Marco Neuf den Treffpunkt für die Busfahrt zum nächsten Auswärtsspiel bekannt gab, wurde es laut im Partensteiner Lager. Trotz der deutlichen Derbyniederlage.
TSV Partenstein: Andorka (Tor), Born 5, Diehl 3, Baudisch 1, Ferencsik, Wagenbach, Tarlosi (n.e.), Pürckhauer
DJK Waldbüttelbrunn: Varga (Tor1. - 55.), Cudd (Tor55. - 60.), P. Faustmann, Boldt 6/1, Stumpf 3, Szentgyörgyi 2/1, Sutka 5/1, Keupp 5, D. Faustmann 5, Kirchner 2, Meyer 1.
Schiedsrichter: Arheidt, Liebsch (TV/DJK Hammelburg).
Zuschauer: 250.
Siebenmeter: TSV 5/5, DJK 5/3.
Zeitstrafen: TSV 4, DJK 7.
Rote Karte: Sutka (DJK, 46. Minute)
Spielfilm: 1:2 (8.), 3:6 (17.), 4:9 (23.), 7:14 (30.), 10:17 (36.), 13:18 (42.), 14:22 (48.), 17:26 (53.), 20:29 (59.).
Kein Durchkommen: Waldbüttelbrunns Markus Kirchner (rechts) stoppt den Partensteiner Max Pürckhauer.
Dies schreibt Sportfreund Uli Sommerkorn von der Main-Post zu diesem Spiel:
Partenstein entfacht kein Feuer
Wer einen eigentlich überlegenen Gegner bezwingen will, der sollte feurige Emotionen ins Spiel bringen und versuchen, eine Begeisterung zu erzeugen, die einen zum Sieg trägt. Doch das gelang den Partensteiner Handballern am Samstagabend gegen den Aufstiegsanwärter aus Waldbüttelbrunn nicht, die Niederlage des TSV im Derby gegen den Tabellenzweiten fiel am Ende deutlich aus.
Nach der Pause kamen die Hausherren offensiv etwas besser zurecht, ohne allerdings ernsthaft den Eindruck zu erwecken, eine Wende herbeiführen zu können. Selbst als Partenstein in der 45. Spielminute auf fünf Tore Differenz verkürzt hatte und der zuvor beste DJK-Akteur, der siebenmalige ungarische Nationalspieler Norbert Sutka, nach der dritten Zeitstrafe mit Rot auf die Tribüne musste, nutzten das die Hausherren nicht aus. Nach dem Ausscheiden des 2,03-Meter-Hünen waren andere DJK-Spieler da, die die entscheidenden Akzente setzten. Plötzlich nutzten dann schnelle Leute wie Daniel Boldt oder Thomas Keupp die Lücken im Partensteiner Abwehrverband. „Waldbüttelbrunn war besser, sowohl im Kollektiv als auch individuell", lobte Partensteins Trainer Manfred Wirth den Auftritt seines Ex-Klubs. „Wir waren einfach zu unerfahren, zu unreif."
Nur Daniel Born sorgt für Gefahr
Zudem Partenstein hatte mit Ausnahme von Kreisläufer Daniel Born keinen Akteur in seinen Reihen, der für den Gegner dauerhaft Gefahr verhieß. Besonders viel schief lief bei Gabor Farkas. Der Linkshänder im TSV-Dress verwandelte zwar alle seine fünf Siebenmeter sicher, doch aus dem Feld heraus produzierte er haufenweise Fehlwürfe. Egal, ob er denn aus dem Rückraum oder über die Außenposition abschloss. Entweder war für den Ungarn bei seinem Landsmann Varga Endstation oder er blieb am gegnerischen Block hängen. „So ein Spiel gewinnst du nur, wenn alle 150 Prozent bringen", meinte Daniel Born nach der Partie. „Aber nach der schwachen Anfangsphase haben viele nicht mehr an sich geglaubt."
Sein Trainer nahm die Niederlage dennoch einigermaßen gelassen auf. „So etwas ärgert mich weniger als das letzte Woche in Amberg", verwies Manfred Wirth noch einmal auf das 22:23 beim Abstiegskandidaten sieben Tage zuvor. Denn nach drei Niederlagen in Folge könnte der Klassenerhalt doch wieder ein Thema in der Spessart-Gemeinde werden. „Wir müssen noch etwas holen", machte der TSV-Coach klar. Das sollte allerdings gegen andere Gegner als die DJK Waldbüttelbrunn auch durchaus realisierbar sein.
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Nach der Pause fiel der ungarische Nationalspieler erneut auf - allerdings nicht mit Toren. Dreimal hatte er sich eine Zeitstrafe eingehandelt, so musste Sutka 14 Minuten vor dem Ende mit Rot vom Feld. Am Spielverlauf änderte das nichts. Auch ohne ihren durchschlagskräftigen Rückraumspieler geriet Waldbüttelbrunn nicht ins Wanken. Da war Waldbüttelbrunns Coach Karoly Kovacs zufrieden: „Eine großartige Leistung. Wir haben unser Tempo spät gefunden, aber dann hatten wir immer einen Sechs- oder Sieben-Tore-Vorsprung." Partenstein stemmte sich zwar gegen die Niederlage. Abzuwenden war diese aber nicht.
2, Reiss, Hespelein 1, T. Schreier 3, Farkas 6/5.
Als Löschkommando gegen ein mögliches Partensteiner Feuer war die Waldbüttelbrunner Hintermannschaft um den früheren TSV-Torwart Mátyás Varga effizient im Einsatz. Die 3:2:1-Formation erstickte jeden aufkommenden Brand im Ansatz und ließ gerade im ersten Abschnitt kaum produktive Aktionen der Hausherren zu, die ihr erstes Feldtor erst in der 17. Spielminute erzielten. „So sind bei Partenstein kaum Emotionen aufgekommen, das war ein Vorteil für uns", meinte ein zufriedener DJK-Kapitän Daniel Boldt. Und Partensteins Kreisläufer Daniel Born gab zu: „Wir waren gehemmt." So kam es auch, dass die Gäste nach einigen Schwierigkeiten in der Anfangsviertelstunde einen Sieben-Tore-Vorsprung herauswarfen.